Karrieren

"Aufsteigerpotenzial"

Nach dem Motto "viele Wege führen nach Rom" bietet auch das SHK-Handwerk zahlreiche Möglichkeiten, einzelne Stufen der Karriereleiter zu erklimmen. Angefangen beim Berufskolleg, das neben dem Gesellenbrief auch die Fachhochschulreife ermöglicht, bis zum Bachelor oder Master stehen dem SHK'ler viele Möglichkeiten offen.

Bachelor an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart (BWL-Handwerk)

Bachelor an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, Mosbach (BWL-Handel, Branchenhandel Bau und Sanitär)

Studium der Versorgungstechnik

Die Versorgungstechnik und die Umwelttechnik sind vergleichsweise junge Ingenieursdisziplinen - sie sind aus dem allgemeinen Maschinenbau hervorgegangen.

Die Hochschule Esslingen bietet den Studienabschluss Bachelor. Im nachfolgenden Studiengang Energie- und Gebäudetechnik kann mit Master abgeschlossen werden. In Baden-Württemberg ist die Hochschule Esslingen diejenige Hochschule,an der Versorgungstechnik und Umwelttechnik vom ersten Semester an als eigenständig angelegtes Studium angeboten werden.

Das Studium von insgesamt sieben Semestern Dauer gliedert sich in einen ersten- und einen zweiten Studienabschnitt. Der erste Studienabschnitt wird mit der Bachelor-Vorprüfung, der zweite Studienabschnitt mit dem Bachelor-Zeugnis abgeschlossen. Im Studium sind sechs Semester als reine Vorlesungssemester und ein Semester als integriertes praktisches Studiensemester (Praxissemester) mit zusätzlichen Lehrveranstaltungen vorgesehen. Damit wird eine gute Verbindung von Theorie und Praxis währenddes Studiums erreicht.

Studienvoraussetzung:
Zum Studium wird zugelassen, wer die allgemeine oder die fachgebundene Hochschulreife erworben hat bzw. eine gleichwertige Ausbildung vorweisen kann. Mittlerweile werden nach dem Landeshochschulgesetz auch Meister für ein Hochschulstudium, das zu einem ersten Hochschulabschluss (Bachelor) führt, zugelassen. Unter bestimmten Voraussetzungen wird dies auch Gesellen für einen fachlich entsprechenden Bereich ermöglicht.

Weiterführende Hinweise:
Hochschule Esslingen: Fakultät Gebäude-Energie-Umwelt

Existenzgründung

Nach wie vor ist der Aufbau einer eigenen beruflichen Existenz für viele Menschen ein besonders erstrebenswertes Ziel, denn viele verbinden mit der Selbständigkeit vor allem persönliche Freiheit, Unabhängigkeit und die Chance auf materielle Verbesserungen.

Grundsätzlich kann der Schritt in die Selbständigkeit auf zweierlei Wegen erfolgen. Entweder durch eine Neugründung oder durch die Übernahme eines bestehenden Betriebes.

Gerade für Neugründer bieten die baden-württembergischen Handwerkskammern mit ihren Starter-Centern eine zentale Anlaufstelle, die Unterstützung bei allen Gründungsformalitäten bietet. Existenzgründer erhalten dort einfach, unbürokratisch und schnell Dienstleistungen aus einer Hand.

Für den zweiten Weg - die Übernahme eines bestehenden Betriebes - waren die Chancen für Existenzgründer noch nie so gut wie heute, denn eine Vielzahl von SHK-Betriebsinhabern sucht vergeblich nach einem geeigneten Nachfolger.

Wer allerdings glaubt, dass die Übernahme eines Betriebes einem "gemachten Nest" gleicht, in welches man sich setzen und mit geringem Aufwand und Risiko das fortführen kann, was der Vorgänger aufgebaut hat, täuscht sich in aller Regel gewaltig.

Erfolgreiche Selbständigkeit setzt neben dem erforderlichen technischen sowie betriebswirtschaftlichen Knowhow und der finanziellen Solvenz vor allem eine hohe Risikobereitschaft, die Fähigkeit zu strategischem Vordenken, überdurchschnittliches persönliches und zeitliches Engagement sowie eine hohe Entscheidungsfreudigkeit voraus.

Selbst wenn all diese Voraussetzungen gegeben sind, müssen zur Existenzgründung auch noch handwerksrechtliche Voraussetzungen erfüllt sein.

So setzt der selbständige Betrieb eines Handwerks die Eintragung in die Handwerksrolle voraus. Dies ist jedoch nur möglich, wenn Sie die notwendige fachliche Qualifikation nachweisen können.

Hierfür müssen Sie entweder die Meisterprüfung im angestrebten SHK-Handwerk, oder eine Diplomprüfung in der dem Handwerk entsprechenden Fachrichtung (i. d. R. Versorgungs-, Verfahrenstechnik, Maschinenbau) in Verbindung mit dem erfolgreichen Abschluss der Gesellenprüfung oder einer mindestens dreijährigen Tätigkeit im SHK-Handwerk erfolgreich abgelegt haben.

Wenn Sie alle vorgenannten Anforderungen erfüllen, steht einem Start in die Selbständigkeit nichts mehr im Wege.

Für eine langfristig erfolgreiche Unternehmerzukunft ist es jedoch unverzichtbar, durch einen kontinuierlichen Informations- und Innovationsvorsprung, dem Wettbewerb immer einen Schritt voraus zu sein und genau hierfür sind wir da.

Die Mitgliedschaft in einer regionalen Innung bietet Ihnen neben unmittelbaren geldwerten Vorteilen durch diverse Rahmenabkommen (z. B. im Versicherungsbereich oder bei der Kfz-Beschaffung) vor allem entscheidende Informationsvorsprünge durch regelmäßige Rundschreibendienste und individuelle Expertenberatung bei Fragen und Problemen, um nur einige zu nennen.

Darüber hinaus bietet Ihnen die Verbandsorganisation, durch eine Vielzahl von Schulungen und Seminaren, kostengünstige Weiterbildungsmöglichkeiten für Sie und Ihre Mitarbeiter.

Besonders zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang die Möglichkeit zur Mitgliedschaft an einer "Jungunternehmer-Erfahrungsaustauschgruppe"

Nicht zuletzt sind Sie durch die Mitgliedschaft in Ihrer Innung aber auch Nutznießer der überregionalen Vertretung Ihrer branchenspezifischen Interessen in Politik und Wirtschaft.

Nutzen Sie deshalb die vielfältigen Vorteile der Innungsmitgliedschaft und wenden Sie sich an die für Sie zuständige Innung. Der Fachverband benennt Ihnen gerne die entsprechenden Ansprechpartner.